Das Thema „Therapie mit Magnetfeldern“ ist mittlerweile Gegenstand vieler Forschungen, aber aufgrund der subjektiven Wirksamkeit umstritten. Nehmen Sie sich trotzdem kurz die Zeit, die Grundlagen der Pulsierenden Magnetfeldtherapie zu erfahren. Damit werden auch die Unterschiede der am Markt vielfältig vorhandenen Magnetfeldsysteme deutlich.

shutterstock_132890180-kleinDie Wirkung des Erdmagnetfeldes auf den Körper ist ein spannendes und weitführendes Thema, dass noch viel Forschungsarbeit beinhaltet. Im Schnitt beträgt die Stärke des Erdmagnetfeldes ca. 50 µT (Mikro-Tesla), wobei dies je nach Breitengrad zwischen 23 µT und 70 µT schwankt. Wie groß der Einfluss auf unser gesamtes Leben und natürlich den menschlichen Körper und seine Gesundheit sein muss, zeigten die Probleme, die im Zuge der Eroberung des Weltraums auftraten. Die ersten Astronauten waren bei ihren Einsätzen längere Zeit vom Erdmagnetfeld abgeschirmt. Bei der Rückkehr zeigten sich schwerwiegende physische und psychische Störungen (u.a. Osteoporose, Depressionen „Astronautenkrankheit“). Aus diesem Grund werden in den modernen Raumschiffen künstliche Magnetfelder installiert, wodurch die Symptome deutlich abgemildert werden konnten.

Damit zeigte sich, dass der Körper die Wirkung des Erdmagnetfeldes benötigt, um alle  Regulationsprozesse ausführen zu können.

Aber ehrlich: Wann liefen Sie das letzte Mal barfuß über die Erde? Wie oft und lange bewegen Sie sich an der frischen Luft zu Fuß? Die meiste Zeit verbringen wir in geschlossenen Räumen, umgeben von elektromagnetischen Feldern unserer Stromleitungen, Schnurlos- und Mobiltelefonen, etc. oder fahren in faradayschen Käfigen (Autos).

„Der japanische Arzt Kyoichi Nakagawa (Vallbona/Richards 1999) untersuchte über mehrere Jahre ca. 11.000 Krankengeschichten über die Wirkung magnetischer Felder auf das vegetative Gleichgewicht. Seine vielbeachtete Theorie: Bewohner der westlichen Industriestaaten, die über unspezifische Symptome wie chronische Erschöpfung oder Nervosität, Schlafstörungen, Vergesslichkeit oder auch über Fibromyalgie klagen, leiden häufig an einem Magnetfeld-Mangelsyndrom (Magnetic Field Deficiensy-Syndrome, MFDS). Nach Einsatz von Magneten besserten sich bei 94,3% der Befragten die Beschwerden. Nakagawa kam zu der Überzeugung, dass viele Zivilisationskrankheiten auf MFDS beruhen.“ (aus Thuile – Magnetfeldtherapie)

Warum?

Zelle-kleinIn jeder Zelle laufen chemische Reaktionen ab, die der Energiegewinnung dienen. Voraussetzung dafür ist die Membrandurchlässigkeit. Eine stabile Zellmembran sichert die Durchlässigkeit für die lebensnotwendigen Moleküle. Zellen bauen an ihren Membranen ein elektrisches Potenzial auf, das für die Funktionalität der Zellen (Stoffwechsel, Kommunikation untereinander etc.) entscheidend ist. Eine pathologische Veränderung führt zu einer Dysfunktion bzw. einer Stoffwechselstörung, die letztlich zu Erkrankungen führen kann. Eine erkrankte Zelle ist nicht mehr in der Lage, das Potenzial aufrechtzuerhalten. Das elektrische Potenzial sinkt und somit auch die Fähigkeit der Zelle, alle für normale Funktionen wichtigen Prozesse auszuführen.

Eine wichtige Rolle im Zellstoffwechsel spielen die Mitochondrien. In ihnen wird die Zell-Energie produziert, weshalb sie auch als kleine Kraftwerke bezeichnet werden. Ist der Zellstoffwechsel durch Stress, Umweltgifte, etc. gestört, können die Mitochondrien nicht mehr die benötigte Energie zur Verfügung stellen. Hält dieser Zustand über längere Zeit an, können sich daraus Energie-Mangel-Zustände und später –Krankheiten entwickeln.

Um den Stoffwechsel über die Zellmembran anzuregen und vor allem die Starre der Mitochondrien wieder aufzuheben, werden entsprechende Magnetfeldstärken benötigt. Je nach Anwendungsgebiet kann diese Energie über die Länge und Häufigkeit der Anwendung erreicht werden. In anderen Fällen wird ein entsprechend hoher Energieimpuls gebraucht, um ein sicht- bzw. spürbares Ergebnis zu erzielen. Therapeutische Effekte wurden in einem Bereich von 10 mT bis 1 T nachgewiesen.